Das Lichtmikroskop dient dazu, kleine Objekte stark zu vergrößern. Durch diese Eigenschaft bekommt das Mikroskop auch seinen Namen. Die griechischen Worte „micron“ und „skopein“ heißen zusammengesetzt „etwas klein anschauen“.
Das Lichtmikroskop wird häufig in der Forschung aber auch im normalen Biounterricht verwendet, um zum Beispiel Zellen genauer zu betrachten. In der Forschung werden meist speziellere Mikroskope, wie das Elektronenmikroskop, verwendet, mit dem man kleine Objekte noch genauer betrachten kann.
Ein Lichtmikroskop arbeitet, wie der Name es schon sagt, mit Licht. Am Fuße des Mikroskops befindet sich eine Lampe. Das Licht dieser Lampe strahlt nach oben und trifft auf den Kondensor, der sich unter dem Objekttisch befindet. In dem Kondensor werden die Lichtstrahlen gebündelt und treffen so auf einen bestimmten Punkt des Objekttisches. Mit Hilfe der Blende kann man die Intensität des Lichtes optimal einstellen.
An der Stelle, wo das Licht auf den Objekttisch strahlt, wird ein durchsichtiger Objektträger mit dem Objekt darauf, befestigt. Das Licht durchleuchtet das Objekt, welches meistens eingefärbt wird, um Konturen besser zu erkennen. Das Bild, was am Okular ankommt, zeigt nun dicke Stellen dunkler, als dünne, wodurch ein strukturelles Bild des Objekts entsteht.
Mit dem Feintrieb kann man den Objekttisch nach oben verschieben, um das Objekt genauer zu betrachten. Der Grobtrieb dagegen dient dazu das Objektiv weiter nach oben zu schieben. So wird das Objekt nur grob betrachtet. Der Fein- und Grobtrieb befinden sich in Form von zwei Rädern an der Seite des Lichtmikroskops.
Wie gelangt nun das Bild zum Okular? Das Licht fällt durch eins der Objektive, die am sogenannten Revolver befestigt sind. Den Revolver kann man drehen, um zwischen drei verschiedenen Objektivstärken zu wählen. Das Licht trifft auf die Linse des Objektivs und wird vergrößert und spiegelverkehrt weitergeleitet. Das Bild gelangt durch den Tubus und trifft auf das Okular, welches auch aus verschiedenen Linsen besteht. Hier wird das Bild erneut gespiegelt und vergrößert, so dass es beim Betrachter richtig herum ankommt.
Das Lichtmikroskop ist eine praktische Erfindung für die Forschung und für das Experimentieren im Schulunterricht. So können auch Schüler praktische Erfahrungen im Biologieunterricht machen.